Donnerstag, 19. Mai 2022

“Deutschlands defekte Sicherheitskultur” - so sieht es Gerhard Schindler, bis 2016 BND-Präsident

Politik und Gesellschaft würden den Sicherheitsbehörden zunehmend mit Ablehnung begegnen und sie bei
ihrer Arbeit behindern, während man Kriminelle für schutzbedürftig halte.
Migrationsbedingten
Herausforderungen begegne man mit naivem Aktivismus und unterlasse die zum Schutz des Landes
erforderlichen Maßnahmen. Eine Debatte über sicherheitspolitische Herausforderungen und Möglichkeiten zu
ihrer Bewältigung finde nicht statt.

Deutschland treffe in Folge außen- und sicherheitspolitischer Naivität laufend Fehlentscheidungen, etwa zur Beteiligung an militärischen Auslandseinsätzen wie dem in Afghanistan, der keinen Beitrag zur Verwirklichung deutscher Interessen darstelle.17 Mangelnder Realismus habe dazu beigetragen, dass man sich an misslungenen Versuchen zur Verbreitung westlicher Demokratiemodelle beteiligte. Man müsse „lernen zu akzeptieren, dass andere Völker und anderen Staaten nach anderen Regeln leben wollen, die auf deren Kultur und Geschichte beruhen“, und sich nicht für aktivistische westliche Ideologien interessieren.18 Deutschland sei aufgrund einer verzerrten Bedrohungswahrnehmung außerdem zunehmend wehrlos gegenüber Herausforderungen durch Staaten wie China und der Türkei, die allgemein unterschätzt würden.19
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Die feministische Außen- und Verteidigungspolitik ist weltfremd - in der Politik sind vorrangig …

… Kategorien der Macht und Stärke wirksam, nach denen der Mächtige das bekommt, was er ohne große Verluste erreichen kann. Typisch ist das Verhältnis der Athener und Melier in der Antike - deren Männer wurden massakriert, die Frauen und Kinder versklavt und ihr Land neu besiedelt. Der Krieg Putins gegen die Ukraine hat wieder bewiesen, dass man zum Wohl des eigenen Volkes wirklichkeitsnah denken muss - Annalena Baerbock ist nach eigenen Worten “in einer neuen Welt aufgewacht”, und Schweden und Finnland haben fast blitzartig die Aufnahme in die NATO beantragt!… weiterlesen

Freitag, 29. Oktober 2021

Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr: Einem fremden Land die Demokratie bringen …

… ist schwieriger als man zuerst denkt - Afghanistan ist anscheinend ein Land mit ziemlich chaotischen Strukturen, wo es viele gegeneinander kämpfende Parteien/Stämme gibt - der hl. Nikolaus von der Flüe, der Patron der Schweiz, riet seinen Landsleuten: “Mischt euch nicht in fremde Händel!” Im Endeffekt lieferten die vom Westen unterstützten Kräfte alle ihnen zur Verfügung gestellten Waffen und Fahrzeuge den Taliban kampflos aus! Chaotischer Rückzug der Bundeswehr ……weiterlesen

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